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Warum die Stadtlogistik oft auf den letzten Metern scheitert

Warum die Stadtlogistik oft auf den letzten Metern scheitert

16/3/2026
Patrick Okkersen
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2
Minus

Die größte Herausforderung der Stadtlogistik liegt in den letzten Metern. Melle Sprenger erklärt, warum Lieferungen dort ins Stocken geraten und wie Technologie Fahrern helfen kann.

Wenn Unternehmen ihre Lieferoperation verbessern, konzentrieren sie sich meist auf Routen, Fahrzeuge und Verkehrsstaus. Laut Melle Sprenger, CTO und Mitgründer von RoutiGo, entstehen jedoch viele Probleme woanders: in dem Moment, in dem ein Fahrer anhalten, einparken und entladen muss. Genau in diesen letzten Metern wird die Stadtlogistik komplex.

Beim Logistics & Delivery Lunch Event am 19. März 2026 zeigt Melle, warum das so ist und wie Technologie Fahrer dort besser unterstützen kann. In diesem Blog lesen Sie schon eine kurze Vorschau auf seine Session.

Die Realität eines Stopps in der Stadt

Auf dem Papier klingt ein Stopp einfach: eine Adresse, ein Paket und ein Fahrer, der ankommt. In einer Innenstadt funktioniert das oft anders. Ein Fahrer kann in eine Straße einbiegen und feststellen, dass ein LKW beim Entladen ist, dass ein Auftragnehmer einen Teil der Straße abgesperrt hat, oder dass eine Lieferung an ein Geschäft nicht über den Eingang, sondern durch eine Gasse oder Hintertür erfolgen muss.

Eine Adresse sagt also wenig darüber aus, wo der Fahrer tatsächlich sein muss. In der Praxis müssen Fahrer häufig erst herausfinden, wo sie parken können und wie sie von dort zur richtigen Eingangstür gelangen. Diese Suche kostet Zeit und kann dazu führen, dass ein Stopp länger dauert als geplant.

Vom Fahren zum Laufen

Jede Lieferung besteht aus zwei Phasen. Zunächst fährt der Fahrer zum Lieferort. Dann folgt die letzte Strecke zu Fuß, vom Fahrzeug zur Tür oder zum Eingang der Adresse.

In Innenstädten wird dieser zweite Teil oft länger. Fahrer stellen ihr Fahrzeug an einer Stelle ab und laufen dann mehrere Adressen innerhalb derselben Zone ab. Es entsteht dabei quasi eine zweite Route – diesmal zu Fuß.

Das macht es schwierig, Fahrer in der Innenstadt zu einem bestimmten Parkplatz zu navigieren. Die Situation auf der Straße ändert sich ständig, und ein Platz, der in der Planung logisch erscheint, kann zum Zeitpunkt der Ankunft einfach nicht verfügbar sein.

Deshalb arbeitet die RoutiGo Driver App mit Zonen statt mit einer genauen Stoppposition. Sobald ein Fahrer eine solche Zone betritt, erhält er eine Benachrichtigung, dass er das Liefergebiet erreicht hat und einen geeigneten Parkplatz suchen soll. Gleichzeitig sieht er, wie viele Lieferungen in dieser Zone durchgeführt werden müssen.

Mit diesen Informationen kann der Fahrer vor Ort entscheiden, wo er am besten anhält, um die Lieferungen in diesem Bereich anschließend effizient abzuwickeln.

Überblick im entscheidenden Moment

In dem Moment, in dem der Fahrer sein Fahrzeug parkt und das Telefon aus der Halterung nimmt, erkennt das System, dass sich der Kontext verändert hat. Der Fahrer fährt nicht mehr, sondern beginnt mit dem Lieferteil der Route.

In der neuesten Produktentwicklung von RoutiGo wechselt die Driver App in diesem Moment automatisch zu einer Übersichtskarte des Gebiets. Auf dieser Karte sieht der Fahrer, wo er sich befindet, welche Adressen in der Zone liegen und welche Pakete dazugehören.

Diese Übersicht ermöglicht es, auf einen Blick zu bestimmen, in welcher Reihenfolge die Lieferungen am besten durchgeführt werden können.

Wohin es sich weiterentwickeln kann

Der Zonen-Ansatz ist ein wichtiger Schritt, um Fahrer auf den letzten Metern besser zu unterstützen. Gleichzeitig arbeitet RoutiGo bereits an einer weiteren Entwicklung, bei der immer mehr praktische Informationen aus früheren Fahrten gesammelt und den Fahrern wieder zur Verfügung gestellt werden.

Denken Sie zum Beispiel an Einblicke in Stellen, an denen Fahrer in einer bestimmten Zone zuvor erfolgreich geparkt haben. Wenn ein Fahrer ein solches Gebiet betritt, kann das System auf Basis dieser historischen Daten mehrere mögliche Parkmöglichkeiten vorschlagen.

Aber es geht über das Parken hinaus. Auch praktische Informationen zu Lieferorten können erfasst und mit anderen Fahrern geteilt werden, etwa welcher Eingang genutzt werden muss, dass eine Lieferung über die gelbe Tür erfolgt oder was der PIN-Code eines Zugangstors ist.

Das Ziel ist, dass diese Informationen den Fahrer genau zum richtigen Zeitpunkt erreichen. Nicht als Text auf einem Bildschirm, sondern beispielsweise über ein Ohrstöpsel, während er zur Adresse läuft. So kann er direkt hören, wo er hin muss und welche Anweisungen gelten, ohne erst Informationen lesen zu müssen.

Gleichzeitig kann das System kontinuierlich neues Wissen sammeln. Während der Fahrer zu seinem Fahrzeug zurückläuft, kann er über das Ohrstöpsel einfach mitteilen, wie die Lieferung verlaufen ist. Wenn er beispielsweise meldet, dass an einer Adresse ein aggressiver Hund ist, kann der nächste Lieferfahrer sofort gewarnt werden.

So kostet das Teilen von Informationen dem Fahrer keine zusätzliche Zeit, und das System wird mit jeder Fahrt intelligenter, da praktische Erfahrungen automatisch hinzugefügt werden.

Entdecken Sie, wie Technologie die letzten Meter der Lieferung intelligenter macht

In seiner Session zeigt Melle, wo die Stadtlogistik in der Praxis oft ins Stocken gerät und wie Technologie Fahrer genau auf den letzten Metern besser unterstützen kann. Er zeigt, wie Zonen, Echtzeitinformationen und Praxisdaten dazu beitragen, Lieferungen in belebten Innenstädten übersichtlicher und vorhersehbarer zu gestalten.

Neugierig, wie das in der Praxis funktioniert? Melden Sie sich für das Logistics & Delivery Lunch Event an und entdecken Sie in seiner Session, wie intelligente Technologie hilft, die Stadtlogistik besser zu organisieren.

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